Hebei Messi Biology Co., Ltd. gab an, dass viele wichtige Mineralien Magnesiumionen enthalten. Bei der Weiterverarbeitung dieser Mineralien entstehen große Mengen an wässrigen Lösungen mit Magnesiumionen. Beispielsweise werden wässrige Magnesiumchloridlösungen bei der Weiterverarbeitung von Serpentin und der Salzsäure-Laugung von Sepiolith zur Herstellung von faserförmigem Kieselgel produziert. Die Entsorgung dieser Nebenprodukte führt nicht nur zu Umweltverschmutzung, sondern auch zu Ressourcenverschwendung. Daher sollte ein umfassendes Verwertungsverfahren zur Wiederverwertung und Herstellung von Magnesiumhydroxid angewendet werden.

Sepiolith ist ein faserförmiges Magnesiumsilikat und gehört zur Gruppe der Tonminerale. Es besitzt eine typische poröse Netzwerkstruktur mit einer sehr offenen inneren Struktur und kann große Mengen an Wasser und anderen Substanzen adsorbieren. Seine Hauptbestandteile (%) sind: SiO₂ ≥ 54,68; AlO₃ ≥ 0,28; Fe₂O₃ ≥ 0,62; CaO ≥ 2,56; MgO ≥ 24,62; H₂O ≥ 16,95. Der Magnesiumgehalt ist offensichtlich sehr hoch. Sepiolith wird mit starken Säuren wie Salzsäure ausgelaugt. Die Magnesiumionen lösen sich, und bei ausreichender Säurekonzentration und -menge bleibt nach der Auslaugung nur Siliciumdioxid zurück, das jedoch seine faserige Struktur behält – daher der Name faseriges Siliciumdioxid.
Die Hauptbestandteile der Säureauslaugungslösung sind Magnesiumchlorid und geringe Mengen an Calcium-, Eisen-, Aluminium-, Kalium- und Natriumionen. Nach der Behandlung mit Natriumcarbonat fallen zunächst Eisen- und Aluminiumionen aus, und die Lösung wird filtriert, um eine gereinigte wässrige Magnesiumchloridlösung zu erhalten. Durch Einleiten von Ammoniakgas, Zugabe von Ammoniakwasser oder Kalk zu dieser Lösung entsteht Magnesiumhydroxid. Bei geeignetem Reinigungsverfahren lässt sich so hochreines Magnesiumhydroxid gewinnen, das neben Anwendungen im Umweltschutz auch als Flammschutzmittel und Rohstoff für die Elektronikindustrie eingesetzt werden kann.
