Hebei Messi Biology Co., Ltd. gibt an, dass es zahlreiche Methoden zur Synthese von Magnesiumhydroxid gibt, wobei die Fällung aufgrund ihrer geringen Kosten, Einfachheit und der guten Kontrollierbarkeit der Kristallmorphologie am häufigsten angewendet wird. Bei der Fällung werden hauptsächlich Salzlösungen verwendet, typischerweise starke Basen wie Ammoniak oder Natriumhydroxid. Die am häufigsten verwendeten Magnesiumsalze sind Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat und Magnesiumnitrat, während das organische Magnesiumsalz Magnesiumacetat gelegentlich zum Einsatz kommt.
Magnesiumhydroxid wird durch die Reaktion von Magnesiumnitrat mit Ammoniak hergestellt. Die Reaktionsgeschwindigkeit wird mittels pH-Wert und elektrischer Leitfähigkeit überwacht. Die erhöhte Löslichkeit des entstehenden Ammoniumnitrats verlangsamt die Keimbildungsrate. Dies liegt daran, dass die Auflösung von Nitrat Nitrat-Ionen erzeugt, welche die Keimbildungsrate des Niederschlags beeinflussen. Sobald der Massenanteil von Nitrat 15 % erreicht, ändert sich die Reaktionsgeschwindigkeit nicht mehr. Oberflächenmodifikationen verändern weder die Kristallmorphologie noch die Kristallgröße, sondern beeinflussen lediglich die Keimbildungsrate.

Magnesiumhydroxid wird auch unter Verwendung von Natriumhydroxid und Magnesiumchlorid als Fällungsmittel hergestellt. Die Zugabe von Natriumchlorid erhöht die Kristallinität der Kristalle und verbessert somit die Produktausbeute. Das resultierende plättchenförmige Magnesiumhydroxid weist eine Partikelgröße von ca. 6–30 μm und eine spezifische Oberfläche von 8,79 m²/g auf.
Die Konzentrationen von Salz und Alkali sind entscheidend für die Gewinnung hochreinem Magnesiumhydroxid. Die Partikelgröße des Magnesiumhydroxids hängt primär vom Salz-Alkali-Verhältnis und der Konzentration der Mischung ab. Bei Verwendung von Magnesiumsulfat führt eine sehr niedrige Konzentration bei einem hohen Salz-Alkali-Verhältnis zu einer deutlichen Verringerung der Produktgröße; bei einer Salzkonzentration von 0,01 mol/L entstehen lediglich faserige Kristalle; oberhalb dieser Konzentration können faseriges, plättchenförmiges und sogar röhrenförmiges Magnesiumhydroxid erhalten werden.
Magnesiumhydroxid wurde unter Verwendung von recyceltem Asbestabfall mit einer 20%igen Natriumhydroxidlösung als Fällungsmittel hergestellt. Obwohl experimentelle Untersuchungen gezeigt haben, dass die Konzentration der Magnesiumionen der Schlüssel zur Herstellung von Magnesiumhydroxid mit unterschiedlichen Morphologien ist, können auch niedrigkonzentrierte Alkalilösungen hochdisperse Flammschutzmittel mit kleinen Partikelgrößen ergeben.
